Übernimm die Kontrolle über deine Altersvorsorge

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Die staatlich geförderte Altersversorgung wird ab 01.01.2027 mit dem Altersvorsorgedepot neu gestartet. Für jeden selbstgespartem Euro bis 360 Euro gibt der Staat 50 Prozent dazu, also 180 Euro Zulage im Jahr, darüber sind es 25 Prozent bis zur Selbsteinzahlung von 1800 Euro, dann könnten sogar noch Steuersparvorteile dazukommen.

 

Mehr Rendite, mehr Flexibilität, einfacher und mit weniger Kosten. Die renditeschwache und kostenintensive Riesterrente wird mit der neuen geförderten Altersversorgung  abgelöst. Die durchschnittliche Rendite eines Riesterprodukts liegt ungefähr bei 0,8-1% pro Jahr. Das Ziel war mal 2%.

Durch das neue Altersvorsorgedepot ist es zu einem Wegfall des Garantiezwangs gekommen. Wer lieber ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis hat, kann auch weiterhin ein Garantieprodukt wählen. Ohne die kostenintensive Garantie sind Renditen von 5 %, 6% und mehr möglich über einen langen Zeitraum möglich. Die Durchschnittsrendite beim Dax liegt bei ca. 8 % über einen Zeitraum von 20 Jahren.

Wenn der ETF oder aktiv gemanagte Fonds nur annähernd diese Performance bringt, könnte über eine Laufzeit von 30 Jahren, plus der Kinderzulage für ein Kind und minimaler Selbstbeteiligung mit nur 30 Euro monatlich eine beeindruckende Summe von fast 100.000 Euro entstehen. Die 50 % Zulage lohnt sich somit auf jeden Fall.

Für die Geldanlage wird zwingend ein Depot benötigt.

 

Wann soll ich ein Depot eröffnen? Jetzt, bevor zum Jahreswechsel Millionen Anleger ein Depot neu eröffnen wollen und es mit Wartezeiten oder Einschränkungen im Kundenservice kommen kann. Mit diesem Depot hast du die volle Kontrolle über deine Altersvorsorge. Du kannst in ETFs und Fonds investieren.

Ungefähr 15 Millionen Riesterverträge gibt es. Jeder kann nach seinem Belieben vorgehen, entweder der Riestervertrag läuft weiter, man stellt ihn Beitragsfrei oder man tauscht diese kostenlos alle in das Altersvorsorgedepot. Die entsprechenden Produkte werden im Herbst offiziell bekanntgeben. Es wird ein Wettlauf um die Millionen Kunden geben.

 

Für wen lohnt sich ein solches Depot? Für fast jeden! Junge Menschen profitieren am meisten durch den langen Anlagehorizont und den Zinseszinseffekt und obendrauf gibt es einmalig einen einmaligen Bonus von 200 Euro Förderung für den jeden Abschluss unter 25 Jahren.

 

Wo bekomme ich ein solches Standard-Depot? Bei jedem Finanzinstitut wie zum Beispiel: Banken, Direktbanken, Versicherungen, Fondsgesellschaften…

 

Welche Förderung gibt es noch?

Familien mit Kindern erhalten die höchste Förderung. 300 Euro Förderung im Jahr pro Kind sind es.

Sogar Selbständige und Freiberufliche bekommen die 50 Prozent/25 % Förderung.

Interessant wird es auch für ältere Anleger  und Anleger die den Grenzsteuersatz von 42 Prozent haben. Hier wäre die Steuererstattung von fast 1000 Euro erheblich höher als die Förderung. Es kommt hier zu einer Günstigerprüfung durch das Finanzamt, wie beim Kindergeld und dem Kinderfreibetrag.

 

Beispiel:  Abschluss mit 54 Jahren, Steuersatz 42%, Eigenanteil 1800 Euro/Jahr.

Die Grundzulage würde hier 540 Euro betragen, die Steuerersparnis läge bei rund 980 Euro durch den Sonderkostenabzug in der Steuererklärung. Somit würde hier nicht die Förderung von 540 Euro erfolgen, sondern die erheblich höheren 980 Euro durch den Sonderkostenabzug.

 

Es lohnt sich somit auch noch spät dem Altersvorsorgedepot anzufangen. Bleiben wir bei unserem Rechenbeispiel vom Dax mit 8%, ist sportlich, aber möglich. In nur 13 Jahren würden über 54.000 Euro zusammenkommen.

Noch besser wird es wenn man mehr Zeit hat. Bei selbiger Annahme und einer Laufzeit von 30 Jahren, würde das Endvermögen von über 330.000 Euro betragen. Auch bei einer konservativen Rendite von 6 % würde ein Endvermögen über 227.000 Euro entstehen. Wenn man das mit einer normalen Sparrate, ohne Förderung vergleicht, würde man auf nur „163.000“ Euro kommen. Das ist ein erheblicher Unterschied. Auch nach Steuer würde erheblich mehr ausgezahlt werden als ohne Förderung.

 

Zahle ich in der Ansparphase Steuern? Nein, während der Laufzeit werden keine Steuern gezahlt, auch nicht auf die Vorabpauschale bei Fonds oder ETFs. Das ist ein riesen Vorteil gegenüber dem normalen Sparplan.

 

Wann komme ich später an mein Geld, inklusive Förderung?

Ab 65 Jahren kann die Auszahlung erfolgen. 30 Prozent kann als Einmalauszahlung vorgenommen werden. Der Rest wird als monatliche Rente ausgezahlt. Bei der Auszahlung erfolgt auch die nachgelagerte Versteuerung mit dem individuellen Steuersatz. Im Regelfall ist der Steuersatz in der Rente niedriger als während der Erwerbstätigkeit.

 

Komme ich auch früher an das Kapital ran? Ja, für Bau, Kauf einer Immobilie und für deren energetische Sanierung. Für alle anderen Fälle müssten die Förderung und die Steuervorteile zurückgezahlt werden.

 

Was ist die Mindestanlage um die Förderung zu bekommen? Der Förderanspruch beginnt bei 10 Euro im Monat, also 120 Euro im Jahr. Für die Kinderzulage von 300 Euro, sind 25 Euro monatlich Selbsteinzahlung notwendig, also 300 Euro im Jahr. Die Kinderzulage wird einem Elternteil gutgeschrieben.

 

Sollte ich als Geringverdiener in das neue Depot wechseln? Die sollte jeder individuell prüfen. Wenn man schon einen Vertrag hat mit zum Beispiel nur 5 Euro monatlich, 60 Euro im Jahr und 2 Kinder und somit 2 Kinderzulagen. Dann macht die Förderung im alten Vertrag 775 Euro aus, im neuen mit mindestens 10 Euro im Monat/120 Euro im Jahr nur insgesamt 300 Euro. Erst wenn man mehr einzahlt beträgt die Förderung dann 780 Euro und mehr.

 

Hinweis: Dies ist keine Anlageberatung und ersetzt auch keine Anlageberatung und auch keine Steuerberatung. Es handelt sich hier um Informationen die als Tipps anzusehen sind. Jeder sollte sich selbst eine Meinung bilden und prüfen was für einen am besten passt.

Spaziergang

Altersvorsorge soll so einfach sein, wie ein Spaziergang. Kleine Herausforderungen kann man leicht überwinden.